Die richtige Matratze für Seitenschläfer

Die Seitenlage ist die beliebteste Schlafposition der Deutschen – und zugleich die anspruchsvollste, was die Matratze angeht. Denn in der Seitenlage lasten Schulter und Hüfte mit dem gesamten Körpergewicht punktuell auf der Unterlage. Stimmt die Matratze nicht, drohen Druckschmerz und ein eingeschlafener Arm.
Was Seitenschläfer brauchen
In der Seitenlage soll die Wirbelsäule eine gerade, waagerechte Linie bilden. Dafür müssen Schulter und Hüfte tief genug einsinken können, während die Taille gestützt wird. Eine Matratze für Seitenschläfer ist deshalb im Schulterbereich nachgiebiger – genau hier zeigt sich der Vorteil einer guten Zonierung.
Punktelastizität ist entscheidend
Wichtig ist eine hohe Punktelastizität: Die Matratze gibt genau dort nach, wo Druck entsteht, ohne dass die Umgebung mit einsinkt. Kaltschaum- und Viscoschaum-Matratzen erfüllen das meist besser als sehr feste Federkernmodelle. So bleibt die Schulter entlastet und der Arm schläft nicht ein.
Der Härtegrad für Seitenschläfer
Seitenschläfer fahren tendenziell mit einem etwas weicheren Härtegrad besser als Rücken- oder Bauchschläfer, weil die Körperpartien einsinken müssen. Wer viel wiegt, braucht dennoch genug Stützkraft, damit die Hüfte nicht durchsackt. Eine Matratze mit zwei wählbaren Härtegraden ist hier praktisch, weil sich die passende Seite ohne Neukauf finden lässt.
Das richtige Kissen nicht vergessen
In der Seitenlage entsteht zwischen Kopf und Matratze ein größerer Abstand als in der Rückenlage – die Schulterbreite. Ein zu flaches Kissen knickt den Nacken nach unten, ein zu hohes nach oben. Ein Nackenstützkissen, das diesen Abstand ausfüllt, hält die Halswirbelsäule gerade. Viele Seitenschläfer legen sich zusätzlich ein Kniekissen zwischen die Beine, um Hüfte und unteren Rücken zu entlasten.
Fazit
Seitenschläfer sind mit einer punktelastischen, eher mittelfesten Matratze mit ausgeprägter Schulterzone am besten beraten. In Kombination mit einem passenden Nackenstützkissen bleibt die Wirbelsäule gerade – und der Morgen schmerzfrei. Ein Probeschlaf-Zeitraum hilft, die ideale Festigkeit für die eigene Statur zu finden.